Die Grundlage für klassische Computer- Programme sind sogenannte Algorithmen. Dahinter verbergen sich Handlungsanleitungen. IT Fachleute teilen dem Computer also, vereinfacht gesagt, mit, was genau er tun soll, und zwar Schritt für Schritt. Jede herkömmliche Software ist so aufgebaut. Anders funktioniert das sogenannte Maschinelle Lernen, was ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz ist.
Programmierer*innen schreiben dafür nicht die einzelnen Schritte auf, sondern geben ein Ziel vor. Der Computer, der beispielsweise in einen Roboter eingebaut ist, testet dann selbstständig verschiedene Möglichkeiten durch, um zu diesem Ziel zu gelangen. Er lernt dabei aus seinen Fehlern. Nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet ChatGPT. Das Besondere an solchen sogenannten Sprachmodellen ist ihre Fähigkeit, menschliche Sprache zu verstehen und zu produzieren – ChatGPT kann mit uns kommunizieren. Das ist für uns Menschen faszinierend und unheimlich zugleich. Das Programm ist deswegen aber nicht automatisch „intelligenter“ als der Bordcomputer im Auto. Die Fachwelt ist sich ohnehin nicht einig darüber, ob eine KI eines Tages das Gleiche leisten könne wie ein Mensch. Denn sie kann nur aus vorhandenen Daten auf etwas Neues schließen. Echte Innovationen schafft sie nicht. In dieser Hinsicht ist ihr der Mensch überlegen.
Was heißt das alles für unseren Alltag und unseren Umgang mit Künstlicher Intelligenz? Die meisten Menschen tragen heutzutage einen leistungsfähigen Computer mit sich – ihr Smartphone. Darauf sind in der Regel etliche Apps installiert, die bereits mit einer KI arbeiten. Sie ist also vor allem dafür gedacht, uns das Leben zu erleichtern. Die Möglichkeiten reichen von Wettervorhersagen über intelligente Kühlschränke bis zu autonomen Fahrzeugen, die eines Tages miteinander und mit der Infrastruktur kommunizieren, um sich auszuweichen oder vor roten Ampeln rechtzeitig zu bremsen.
Anders gesagt: Die KI breitet sich immer weiter aus. Es ist jetzt unsere Aufgabe zu entscheiden, welche Grenzen wir ihr setzen. Ist es beispielsweise akzeptabel, wenn ein Pflegeroboter Senior*innen Getränke bringt? Darf er sie auch unterhalten oder sogar waschen? Es müssen ethische Entscheidungen getroffen werden.