Künstliche Intelligenz

Chance für die Energiebranche

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  • Künstliche Intelligenz – Chance für die Energiebranche

13.03.2025

HABEN SIE AUCH SCHON den ersten Test gewagt und sich vielleicht von ChatGPT eine Rede zu einem runden Geburtstag eines Freundes schreiben lassen? Seit dem letzen Jahr ist das Programm in Deutschland verfügbar und hat das Thema Künstliche Intelligenz (KI) stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Dabei ist das alles natürlich nicht neu, die KI ist längst unter uns. Sie spricht mit uns über kleine Lautsprecher, die mit dem Internet verbunden sind. Sie arbeitet für Online-Versandhändler und empfiehlt uns Bücher, die unserem Geschmack entsprechen sollen. Und sie hält das Auto in der Spur, falls wir uns der Fahrbahnbegrenzung nähern. Trotzdem wird durch Sprachmodelle wie ChatGPT eine neue Stufe erreicht. Doch fangen wir vorne an.

    Künstliche Intelligenz – Was verbirgt sich dahinter?

    Künstliche Intelligenz befasst sich mit der Automatisierung von maschinellen Lernprozessen und intelligentem Verhalten. KI kann zum Beispiel riesige Mengen Daten analysieren, ermöglicht uns das autonome Fahren und ist in der Lage, Texte maschinell zu übersetzen. Mit Hilfe von maschinellem Lernen (Machine Learning) sind Computerprogramme in der Lage, wiederkehrende Vorgaben zu erkennen und so Aufgaben durchzuführen, für die sie nicht eigens programmiert wurden.

    Generative KI zum Beispiel kann dabei helfen, Texte, Bilder, Musik oder Videos zu erstellen, die fast authentisch sind und gleichzeitig so komplexe Inhalte darstellen können.

    Den meisten Menschen ist der Gedanke an Künstliche Intelligenz allerdings nach wie vor unheimlich. Sie stellen sich bei diesem Begriff Roboter vor, die denken und handeln wie wir, nur mit dem Unterschied, dass sie nicht aus Fleisch und Blut sind.

    Fachleute definieren KI anders: Es handelt sich um spezielle Computer-Programme, die in der Lage sind, menschliche kognitive Fähigkeiten zu imitieren. Sie analysieren beispielsweise Daten und ziehen daraus statistische Schlüsse. Diese beeinflussen wiederum ihr Handeln. Viele Hersteller von Mährobotern setzen beispielsweise eine KI ein, damit das Gerät die Fläche, auf der es eingesetzt wird, besser erkennt und im Ergebnis gründlicher mäht.

    Bild mit KI generiert

      Die Technik hinter der KI

      Die Grundlage für klassische Computer- Programme sind sogenannte Algorithmen. Dahinter verbergen sich Handlungsanleitungen. IT Fachleute teilen dem Computer also, vereinfacht gesagt, mit, was genau er tun soll, und zwar Schritt für Schritt. Jede herkömmliche Software ist so aufgebaut. Anders funktioniert das sogenannte Maschinelle Lernen, was ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz ist.

      Programmierer*innen schreiben dafür nicht die einzelnen Schritte auf, sondern geben ein Ziel vor. Der Computer, der beispielsweise in einen Roboter eingebaut ist, testet dann selbstständig verschiedene Möglichkeiten durch, um zu diesem Ziel zu gelangen. Er lernt dabei aus seinen Fehlern. Nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet ChatGPT. Das Besondere an solchen sogenannten Sprachmodellen ist ihre Fähigkeit, menschliche Sprache zu verstehen und zu produzieren – ChatGPT kann mit uns kommunizieren. Das ist für uns Menschen faszinierend und unheimlich zugleich. Das Programm ist deswegen aber nicht automatisch „intelligenter“ als der Bordcomputer im Auto. Die Fachwelt ist sich ohnehin nicht einig darüber, ob eine KI eines Tages das Gleiche leisten könne wie ein Mensch. Denn sie kann nur aus vorhandenen Daten auf etwas Neues schließen. Echte Innovationen schafft sie nicht. In dieser Hinsicht ist ihr der Mensch überlegen.

      Was heißt das alles für unseren Alltag und unseren Umgang mit Künstlicher Intelligenz? Die meisten Menschen tragen heutzutage einen leistungsfähigen Computer mit sich – ihr Smartphone. Darauf sind in der Regel etliche Apps installiert, die bereits mit einer KI arbeiten. Sie ist also vor allem dafür gedacht, uns das Leben zu erleichtern. Die Möglichkeiten reichen von Wettervorhersagen über intelligente Kühlschränke bis zu autonomen Fahrzeugen, die eines Tages miteinander und mit der Infrastruktur kommunizieren, um sich auszuweichen oder vor roten Ampeln rechtzeitig zu bremsen.

      Anders gesagt: Die KI breitet sich immer weiter aus. Es ist jetzt unsere Aufgabe zu entscheiden, welche Grenzen wir ihr setzen. Ist es beispielsweise akzeptabel, wenn ein Pflegeroboter Senior*innen Getränke bringt? Darf er sie auch unterhalten oder sogar waschen? Es müssen ethische Entscheidungen getroffen werden.

      Bild mit KI generiert

        Potenzial für die Energiebranche

        In vielen Bereichen kann die KI einen Ausgleich zum Fachkräftemangel schaffen. Wie wichtig diese Technologie für die Zukunft ist, wird anhand der Energieversorgung deutlich. Sie kann zum Beispiel helfen, Messdaten besser auszuwerten, um das Wetter für die Mit Sieben-Meilen-Stiefeln hielt die Computertechnologie Einzug bei der AVU. Windkraft- oder Solaranlagen besser vorherzusagen. Das kann sie abgleichen mit dem wahrscheinlichen Energieverbrauch – und empfehlen, wann das Elektroauto geladen werden sollte. „Mit KI wollen wir zum smarten Energieversorger werden“, sagt Bastian Schuster, Anwendungsentwickler bei der AVU.

        „Wir setzen auf eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie und dabei ist sie ein wesentliches Werkzeug. Sie soll uns helfen, Tätigkeiten zu automatisieren und so die Versorgungssicherheit unterstützen.“ Künstliche Intelligenz soll der AVU auch dabei helfen, die Kunden besser zu verstehen. „Mit ihr können wir besser vorausahnen, was unsere Kunden beschäftigt und Lösungen entwickeln, bevor ein Problem auftaucht. Das ist gerade bei unseren Call Center-Aktivitäten sinnvoll“, erklärt Andreas Bosselmann, zuständig für die AVU-Hotline.

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